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Kryptowährungen - Ein Vorteil für Unternehmen?

Wiener Neustadt, 24.10.2018 – Kryptowährungen sind weiterhin in aller Munde und werfen vor allem ob einer möglichen Akzeptanz bei UnternehmerInnen viele Fragen auf. Aus diesem Grund lud der Fachbereich Finance & Applied Economics der FH Wiener Neustadt am 24.10.2018 zur Open Lecture rund um das Thema, welche Vorteile, aber auch welche Risiken sich daraus ergeben. Der ehemalige Absolvent, Mag. (FH) Matthias Reder, Compliance Officer bei Österreichs ältestem Kryptowährungshändler Coinfinity in Graz und selbständiger EDV/IT Krypto Anwendungsberater referierte zu diesem Thema und stand den rund 40 TeilnehmerInnen für vertiefende Fragen zur Verfügung.

Vieles an negativen aber auch positiven Informationen wurden zum Thema Bitcoin und Blockchain seit dem Hype und den Rekordkursen am Ende des Jahres 2017 in der Öffentlichkeit kommuniziert. Ein sachgerechtes Bewerten auf Seriosität und Richtigkeit ist in den wenigsten Fällen für Einsteiger oder Laien möglich. Hier hat Mag. (FH) Matthias Reder eingehakt und nach der Erläuterung der allgemeinen Funktionsweise einer Blockchain am Beispiel des Bitcoinnetzwerks, die Grundlagen einer Akzeptanz von Kryptowährungen erläutert.

Die Basis wirtschaftlichen Handelns für Unternehmer und Unternehmerinnen stellen die rechtlichen Rahmenbedingungen dar. Weder Kauf oder Verkauf, noch die Annahme und Weitergabe von Bitcoins sind in Österreich verboten und es besteht eine klare rechtliche Abgrenzung zu Wertpapieren oder Währungen. Der Bitcoin ist in Österreich per Definition ein unkörperliches Wirtschaftsgut, welches als nicht abnutzbar gilt. Die wirtschaftlichen Vorteile bei einer Akzeptanz und Weitergabe von Bitcoins liegen in einer deutlichen Kostenreduktion, sowie einem schnelleren, sichereren und effizienteren Umlauf der liquiden Mittel. Die Valutasekunde in einem seit fast 10 Jahren durchgängig laufenden Netzwerksystem, welches 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr einen weltweiten Wertetransfer gewährleistet, ohne eines Bank- oder sonstigen Feiertages, lässt die Zeiten eines Valutatages vergessen machen.

Laut einer Bankumfrage im Juni 2018 in Österreich halten 8% der Bevölkerung Kryptowährungen. Je nach Betrachtungsweise sind dies ca. 500.000 Personen, die auch ihre virtuellen Assets dann und wann ausgeben möchten. Das macht sie zu einer interessanten und attraktiven Zielgruppe. Ein Marketingeffekt durch die Akzeptanz lässt sich sehr gut online, aber auch offline positiv für Unternehmen vermarkten.

Herr Mag. (FH) Matthias Reder geht speziell auch auf das Thema „Vergleich Wertetransfer auf der Blockchain zu unserem dzt. Zahlungsverkehrssystem“ ein. „Die Anforderung an ein zukünftiges Zahlungsverkehrsnetzwerk muss dem Nutzer zumindest ein Minimum an Transaktionskosten zu einem Maximum an Sicherheit und Schnelligkeit bieten – das können diese „Verrechnungseinheiten auf Blockchainbasis“ im Ansatz. Diesen gilt es stetig weiterzuentwickeln und auszubauen. Wir stecken hier im Status quo im Vergleich zur Entwicklung des Internets wahrscheinlich in den Anfang der 1990er Jahre.“

Außerdem ist es Herrn Mag. (FH) Matthias Reder ein Anliegen, offen aufzuklären. Denn nur Wissen schützt vor dubiosen Anbietern und Abzocke. „Als ehemaliger Absolvent der FH Wiener Neustadt freut es mich besonders, hier anhand eines Open Lecture Aufklärungsarbeit hinsichtlich möglicher Vorteile, aber auch Risiken von Kryptowährungen zu leisten. Kryptofans sind nicht automatisch alles Geldwäscher, Steuerbetrüger oder Terrorismusfinanzierer.“

Im Anschluss lud der Fachbereich Finance & Applied Economics zum Buffet– diese Gelegenheit nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher für einen interessanten Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Für weiterführende Informationen zum Thema Bitcoin und Blockchain nutzen Sie auf www.coinfinity.co die Rubrik „Services“ mit umfangreicher FAQ-Sammlung sowie www.matthias-reder.com unter Infobox.

Finanzstudierende aus MWU-EFR und BCI nahmen an Trading-Wettbewerb in Rom teil

August 2018. Finanzstudierende der Fachhochschule Wiener Neustadt unter der Begleitung von Mag. Claudia Streitz vertraten Österreich bei einem internationalen Trading-Wettbewerb in Rom. Das 3-Tages-Event, welches von 23. bis 25. August stattfand, wurde von der LUISS Guido Carli Universität (Rom) und der Rotman School of Management (Universität Toronto) organisiert. 39 Teams aus ganz Europa stellten sich an einer simulierten Börse verschiedensten Aufgaben im Bereich Asset-Pricing und Trading. Ziel war es, StudentInnen die Möglichkeit zu geben, ihr an der Universität angeeignetes Wissen an realen Beispielen unter Beweis zu stellen. Die Studierenden erzielten ein bravouröses Ergebnis und durften mit zahlreichen neu gewonnenen Erfahrungen wieder zurück in die Heimat reisen.

Study Trip London

Vom 22. bis 26. April fuhren auch heuer wieder Studierende des Programmes MWU (Wirtschaftsberatung & Unternehmensführung) aus der Spezialisierung „Europäische Finanzierung und Risikomanagement“ nach London, um in Unternehmen der Finanzbranche tieferen Einblick zu bekommen. Besucht wurden die österreichische Botschaft, die Wirtschaftskammer, die EBA, Bloomberg, Moody’s, Deloitte und andere Unternehmen der Finanzbranche. Die Studierenden hatten außerdem die Möglichkeiten zu Jobinterviews.


FH Wiener Neustadt auf der Spur des Bitcoin-Puzzles

Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain – allesamt Begriffe, die in der Finanzwelt nach wie vor viele Fragen aufwerfen. Aus diesem Grund lud der Fachbereich Finance & Applied Economics der FH Wiener Neustadt vergangenen Donnerstag zur Open Lecture rund um das sogenannte Bitcoin Puzzle. Dr. DI Mag. Bernhard Kronfellner, Experte für Marktrisiko bei The Boston Consulting Group, referierte zu diesem Thema und stand den rund 80 TeilnehmerInnen für vertiefende Fragen zur Verfügung.

Wiener Neustadt, 24. April 2018 – Von fantastischen Kursentwicklungen über unbeschreibliche Gewinnchancen bis hin zum Platzen von Spekulationsblasen am Kryptomarkt oder Hackerangriffen, durch die das gesamte Vermögen in einer Kryptowährung verloren geht – das sogenannte Bitcoin-Puzzle ist sehr weitreichend und nur wenig transparent. Manche Staaten, wie Südkorea, wollen Kryptowährungen verbieten, andere wiederum planen die Einführung einer eigenen staatlichen Kryptowährung, so z. B. Venezuela. 
 
Am 19. April organisierte der Fachbereich Finance & Applied Economics dazu eine Open Lecture an der FH Wiener Neustadt. Im Rahmen dieser sprach Dr. DI Mag. Bernhard Kronfellner, der nach Tätigkeiten bei JP Morgan und PricewaterhouseCoopers seit mehr als zehn Jahren im Wiener Büro von The Boston Consulting Group als Experte für Marktrisiko tätig ist, über die Rätsel, aber auch Lösungen rund um das Bitcoin-Puzzle. 
 
„Es hat mich sehr gefreut, dass die Open Lecture so gut besucht war. Rund 80 Personen - darunter nicht nur Studierende, sondern auch zahlreiche weitere interessierte Gäste - nahmen daran teil und informierten sich über dieses hochkomplexe Thema. Im Anschluss fand ein interessanter Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Dr. DI Mag. Bernhard Kronfellner statt, der nützliche Tipps für den Umgang mit Kryptowährungen gab – das Bitcoin-Puzzle wurde so für viele greifbarer“, so Dr. Kinga Niemczak CertT, Fachbereichsleitung Finance & Applied Economics an der FH Wiener Neustadt.
 
Bitcoin und andere Kryptowährungen nahmen ihren Ursprung in einem 2008 erschienenen Artikel, in dem die Möglichkeit eines elektronischen Zahlungssystems ohne Hilfe von Banken dargestellt wurde. Mysteriös daran ist, dass der Artikel unter einem Pseudonym – Satoshi Nakamoto – veröffentlicht wurde und bis heute unklar ist, wer dafür verantwortlich ist. Dieses neuartige Zahlungssystem vereint viele Vorteile, so z. B. Transparenz, Dezentralisierung, Anonymität, Kostenreduktion, Schnelligkeit und ständige Verfügbarkeit. Derzeit gibt es weltweit rund 1.600 Kryptowährungen – Bitcoin ist die bekannteste und auch jene mit der größten Marktkapitalisierung. Weitere Kryptowährungen sind Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash oder Litecoin.
 
Dr. DI Mag. Bernhard Kronfellner vergleicht die Entwicklung von Kryptowährungen mit der dot.com-Blase um die Jahrtausendwende. Auch damals war ein zunächst langsames Wachstum erkennbar, bis zunehmend ein Hype einsetzte, der mit einem Crash endete. Ähnliches ist derzeit bei den Kryptowährungen zu beobachten. So wie mit dem Platzen der dot.com-Blase nicht die gesamte IT-Branche zerstört wurde, ist auch bei Bitcoin und Co. höchstens ein Reinigungsprozess zu erwarten – die Idee und die Technologie dahinter bleiben aber weiterhin bestehen. Wie auch bei anderen Tauschmitteln – Kronfellner zieht Gold als Vergleich heran – ist auch bei Kryptowährungen das Vertrauen der entscheidende Faktor für das Funktionieren im Wirtschaftsprozess, entscheidende Grundlage dafür ist die Technologie dahinter: die Blockchain. 
 
Im Anschluss lud der Fachbereich Finance & Applied Economics zu einem informativen Austausch mit Buffet– diese Gelegenheit für vertiefende Gespräche nutzten zahlreiche BesucherInnen und diskutierten über ihre persönlichen Erfahrungen mit Kryptowährungen.

 



Fachhochschule Wiener Neustadt für Wirtschaft und Technik GmbH

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